Der Niederösterreicher Philipp Kaider hat sich bei der 24-Stunden-Zeitfahr-Weltmeisterschaft im kalifornischen Borrego Springs eindrucksvoll den Weltmeistertitel gesichert. Mit 859,39 Kilometern holte sich der Wolkersdorfer nach 2022 bereits zum zweiten Mal den WM-Titel in dieser Disziplin und setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen im internationalen Ultraradsport.
Das Rennen startete am Freitag um 17 Uhr Ortszeit auf einem 29 Kilometer langen Rundkurs durch die kalifornische Wüste. Von Beginn an entwickelte sich bei den Herren ein spannender Dreikampf zwischen Kaider, Titelverteidiger Stanislav Verstovsek aus Slowenien und Ralph Diseviscourt aus Luxemburg. Während sich das Feld zunächst eng beieinander bewegte, setzte sich Kaider nach rund achteinhalb Stunden und etwa 318 absolvierten Kilometern erstmals an die Spitze des 55-köpfigen Starterfeldes.
Im weiteren Rennverlauf konnte der Niederösterreicher seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Nach zwölf Stunden lag Kaider bereits rund 20 Minuten vor seinem ersten Verfolger Diseviscourt. Auch schwierige Bedingungen mit nächtlicher Kälte und immer stärker werdendem Wind konnten den amtierenden österreichischen Meister auf der Ultradistanz nicht aus dem Rhythmus bringen.
Nach 22 Stunden wechselte das Rennen auf einen verkürzten Rundkurs, ehe die Organisatoren den Bewerb aufgrund der zunehmend gefährlichen Windverhältnisse 30 Minuten vor dem offiziellen Rennende abbrechen mussten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kaider seinen Vorsprung souverän verteidigt und kürte sich mit persönlicher Bestleistung von 534 Meilen beziehungsweise 859,4 Kilometern erneut zum Weltmeister.
Philipp Kaider zum Rennen
„Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und das Team hat super harmoniert. Die Wechsel waren so schnell und so hatte ich wenig Stehzeiten. Es ist mir sehr wichtig, dass ich das Rennen und den Titel gewinnen konnte, da ich heuer nur 2. Plätze hatte.”