Skip to content
RAAM 2026 Tag 1: Ab in die Wüste

RAAM 2026 Tag 1: Ab in die Wüste

Philipp Kaider tut es wieder! Nach seinem Sieg im Vorjahr beim Race Across America in 8 Tagen 22 Stunden 32 Minuten ist der Niederösterreicher gestern um 12:41 Uhr (21:41 Uhr MESZ) in Oceanside/Kalifornien an der Atlantikküste in seine zweite Teilnahme gestartet. Die brechend heiße Wüste mit über 40° C im Schatten verlangt ihm dabei bereits zu Beginn alles ab.

Die Anspannung vor dem Start war spürbar. Ein Jahr lang hat sich Philipp Kaider körperlich und mental auf seine zweite RAAM-Teilnahme vorbereitet. Denn bereits nach seinem Zieleinlauf im Vorjahr war für ihn klar, dass er wieder dabei sein wird. Noch nie hatte der Wolkersdorfer so viel Spaß am Radfahren. Der Spaß ließ ihn dabei die ganzen Strapazen vergessen und auch heuer möchte er die knapp 5000km durch die USA mit seinem Team Spaß haben.

Ab 12 Uhr mittags gingen im Minutentakt Teilnehmer:innen auf die Strecke. Um 12:41 Uhr Mittags war es dann für den 40-Jährigen so weit. 54 Timestations warten auf Kaider und sein 11-köpfiges Team. Von der Atlantikküste geht es am ersten Tag ins Landesinnere Richtung Wüste, wo er sich die vergangenen 14 Tage auf die heißen Bedingungen versucht hat, darauf einzustellen. Nach gut einer Stunde im Rennen hat er alle vor sich gestarteten Athlet:innen bereits eingeholt und führt die Solowertung an.

Nach knapp über 140 Kilometern in den ersten fünf Rennstunden passierte er Timestation 1. Die erwartet hohen Temperaturen von über 40° C steckt der Wolkersdorfer gut weg. „Er wird permanent mit Eis gekühlt. Etwas Windglück kompensiert die Hitze. Die Taktik, dass der Fahrtwind bei 40 km/h kühlt, geht momentan auf”, heißt es aus Kaiders Begleitauto. Dennoch zeigt das Autothermometer um kurz vor Mitternacht noch 35° C an. Neben der Hitze sind es vor allem die Straßenbedingungen, die volle Aufmerksamkeit verlangen. Der unruhige Straßenbelag hat ihm bereits das Rücklicht aus der Halterung geschüttelt.

Kaider liegt voll im Plan

Bei Timestation 5 liegt Kaider etwas über eine Stunde vor seiner Vorjahreszeit. Die Rennen sind aber aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen nur schwer vergleichen und es ist noch ein weiter Weg durch den gesamten Kontinent.

Foto: Joe Ambrosch — © Joe Ambrosch