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RAAM 2026 Tag 8: Das Ziel rückt in greifbare Nähe

RAAM 2026 Tag 8: Das Ziel rückt in greifbare Nähe

Der 8. Tag ist für Philipp Kaider beim Race Across America angebrochen und der Weg Richtung Atlantic City an der US-Ostküste wird immer kürzer. Vor allem der Schlafentzug macht dem Niederösterreicher nach 175 Stunden im Sattel zu schaffen.

„Mir ist es sieben Stunden lang schlecht gegangen”, schilderte Kaider. Selbst zwei Powernaps und Koffein brachten nicht die gewünschte Wirkung. Nach einem zunächst guten Start nach der Schlafpause wurde die Müdigkeit im kupierten Gelände von Ohio immer mehr zum Thema. Das viele Rauf und Runter war zermürbend. Nach Rücksprache mit Trainer Markus Kinzlbauer in Österreich wurde dann ein erster außerplanmäßiger Schlafstopp eingelegt.

„Philipp hat eine sehr gute und sehr schnelle erste Hälfte hinter sich. Die klimatischen Bedingungen hat das Team hervorragend gemeistert. Im zweiten Teil machen sich die Strapazen natürlich bemerkbar und die schwierigen Phasen beeinträchtigen die Geschwindigkeit und Leistung deutlich mehr. Philipp fährt aber noch auf sehr hohem Niveau und hält einen Vorsprung zu seiner letztjährigen Zeit sehr konstant. Vor allem befindet er sich noch in einem den Umständen entsprechenden hervorragenden physischen und psychischen Zustand. Die Crew leistet hier hervorragende Arbeit”, analysiert Trainer Kinzlbauer den Rennverlauf.

Nach der Hälfte der geplanten 80 Minuten stand der Kaider dann aber bereits wieder in der Tür und wollte weiterfahren. Er fand danach auch gleich wieder gut in den Rhythmus und am Appalachian Highway zeigte sich Kaider positiv überrascht: „Ich habe es viel schlimmer in Erinnerung, weil letztes Jahr war es finster, ich hatte Gegenwind und Regen. So bei Sonnenuntergang ist er perfekt!”

Stärkste Leistung im Rennen

Für das Team folgte eine beeindruckende Vorstellung. „Das war eine seiner stärksten Leistungen im gesamten Rennen”, freut sich das Team. Mittlerweile hat Kaider West Virginia erreicht. Zur Feier des Tages durfte natürlich ein gemeinsames Singen von „Country Roads” nicht fehlen.

Kilometer für den guten Zweck

Auch heuer tritt Kaider seine Kilometer wieder für die Sonne Radl-Challenge. Bei der Aktion werden bis Ende Juni alle geradelten Kilometer von Sponsoren in Spenden umgewandelt, um Kindern in Malawi Zugang zu Bildung und Sportunterricht zu ermöglichen. Rund 4.500 Kilometer hat Kaider bereits beigetragen. Diese werden von der Druckerei Gerin in bare Münze verwandelt.

„Jeder, der ein Rad hat, ist eigentlich verpflichtet mitzumachen. Man kann mit einem sehr geringen Aufwand das Leben eines Kindes verändern”, sagte Kaider bereits vor dem Start des Rennens.

Foto: Joe Ambrosch — © Joe Ambrosch